Über die Bull Terrier Rasse
Der Bullterrier – Herkunft, Erscheinungsbild und Charakter
Die Rasse des Bullterriers entstand Ende des 19. Jahrhunderts in England. Ziel war es, durch die Kreuzung leichterer Terrierarten mit Bulldoggen einen Hund zu schaffen, der Kraft, Ausdauer und Temperament vereint. Das heutige Erscheinungsbild und Wesen des Bullterriers sind das Ergebnis jahrzehntelanger Zuchtarbeit.
Erscheinungsbild
Der moderne Bullterrier ist ein mittelgroßer, muskulöser und kräftiger Hund, dabei jedoch deutlich beweglicher und temperamentvoller als eine Bulldogge. Eine Standardhöhe am Widerrist ist nicht festgelegt, jedoch liegt sie in der Regel bei:
- Hündinnen: 42–46 cm, Gewicht 24–30 kg
- Rüden: 44–50 cm, Gewicht 27–37 kg
Das Fell ist kurz, glatt und pflegeleicht. Farbvarianten sind:
- Weiß (ggf. mit Abzeichen am Kopf)
- Dreifarbig
- Gestromt, rot, gold oder schwarz (oft in Kombination mit Weiß)
- Vollfarbig (mit minimalen weißen Abzeichen)
Charakteristisch für die Rasse ist der eiförmige Kopf mit der typischen „Downface“-Linie und den schräg eingesetzten, dreieckigen Augen, die dem Bullterrier seinen unverwechselbaren Ausdruck verleihen. Nicht umsonst wird er in England als „Meisterwerk der englischen Kynologie“ bezeichnet.
Charakter und Wesen
Der Bullterrier trägt den Beinamen „Weißer Kavalier“ – ein Hinweis auf seine freundliche und menschenbezogene Natur. Er ist:
- Intelligent, verspielt und humorvoll
- Loyal und anhänglich
- Voller Energie und stets bereit für gemeinsame Aktivitäten
Ein Bullterrier liebt seine Menschen und möchte in das Familienleben integriert sein. Er ist kein Hund für Zwingerhaltung – täglicher enger Kontakt zum Besitzer ist essenziell. Bei richtiger Erziehung ist er ein unkomplizierter und treuer Begleiter, der sich auch für Reisen und Ausflüge eignet.
Erziehung und Haltung
Die Erziehung erfordert Geduld, Konsequenz und Einfühlungsvermögen. Drill und harte Methoden sind kontraproduktiv, da der Bullterrier sensibel reagiert. Er lernt, um seinem Menschen zu gefallen, und merkt sich Gelerntes ein Leben lang.
Wichtige Punkte:
- Frühzeitige Sozialisation mit Menschen, Hunden und anderen Tieren
- Ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung
- Keine Ausbildung zum Schutz- oder Angriffshund – das widerspricht seinem Wesen
Pflege
Die Fellpflege ist unkompliziert: gelegentliches Bürsten, regelmäßige Kontrolle von Augen, Ohren und Krallen genügt.
Zucht
Die Zucht des Bullterriers ist anspruchsvoll und erfordert Erfahrung, Zeit und Verantwortungsbewusstsein. Besonders in den ersten Lebenswochen benötigen die Welpen intensive Betreuung.