Gesundheit beim Bullterrier
Wichtige Aspekte
Die Gesundheit des Bullterriers ist ein wichtiges Thema. Während die ursprüngliche Rasse kaum erblich belastet war, haben unkontrollierte Zuchtpraktiken zu genetischen Problemen geführt.
Heute legen verantwortungsvolle Züchter wieder großen Wert auf Gesundheitsprüfungen.
Häufige Gesundheitsprobleme
1. Erbliche Taubheit
- Häufig bei weißen Hunden oder Tieren mit weißen Abzeichen
- Ursache: Degeneration im Innenohr, oft pigmentbedingt
- Diagnose: BAER-Test (ab 6. Lebenswoche)
2. Herzkrankheiten
- Typisch: Aortenstenose, Mitral- und Aortenklappenfehler
- Diagnose: Röntgen + Echokardiographie (Doppler), ab 1 Jahr
- Vererbung: Polygen, keine DNA-Tests möglich
- Regelmäßige Kontrollen bis mind. 4–5 Jahre empfohlen
3. Nierenerkrankungen
- Hereditäre Nephritis: Autosomal-dominant, unheilbar, führt zu Nierenversagen
- Test: UPC-Test (Protein/Kreatinin im Morgenurin)
- Polyzystische Nierenkrankheit (PKD): Bildung von Zysten, Diagnose per Ultraschall oder DNA-Test
4. Patellaluxation
- Verlagerung der Kniescheibe, oft erblich
- Symptome: Lahmheit, Schonhaltung
- Therapie: konservativ oder chirurgisch (je nach Schweregrad)
- Untersuchung: ab 1 Jahr
5. Hautprobleme
- Allergien, Atopie (Juckreiz, Hautreaktionen)
- Akrodermatitis: angeborene Zinkresorptionsstörung, tödlich
- Neurogene Dermatitis: Zwanghaftes Lecken, gut behandelbar
Empfehlungen
- Nur bei seriösen Züchtern kaufen
- Gesundheitsnachweise einfordern (BAER, Herz, Nieren, Patella)
- Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt
Fazit:
Mit verantwortungsvoller Zucht und regelmäßigen Gesundheitschecks kann der Bullterrier ein gesunder, treuer Begleiter sein.